Workshop

„Gartenlust statt Gartenlast“

Workshop – wie unten beschrieben – als PDF-Download – Teilnehmerschein – als PDF-Download

Einleitung:

Viele unserer Gartenfreunde im Seniorenalter fühlen sich von der Gartenarbeit zunehmend überfordert, allerdings stöhnen auch Jüngere über die lästige Gartenarbeit, oft sogar mehr als die Älteren!

Haben unsere Gartenfreunde, die sich im Ruhestand befinden, nun mehr „ZEIT“ für ihren Garten, fehlt ihnen jedoch oft für die Gartenarbeit die nötige körperliche Mobilität; unseren jungen Familien hingegen fehlt oft, Berufs– und familienbedingt, die „ZEIT“ und den damit verbunden Freiraum zur Nutzung und Gestaltung ihres Kleingartens.

Damit die Gartenlust  nicht zur Gartenlast  wird, soll der Workshop dazu dienen, eine Balance zwischen der notwendigen Gartenarbeit und Gartengestaltung und der gewünschten Entspannung und Selbstverwirklichung zu finden.

Genauso wie man ein Haus an die Bedürfnisse anpassen kann, ist das auch mit einem Kleingarten möglich, alle seniorengerechten Anpassungen kommen übrigens auch jungen Menschen zugute, so dass man heute lieber von „universal Design“, zu Deutsch von „Gestaltung für alle“ redet.

Die Referentin:

 

kleinodBrigitte Kleinod

ist Diplom-Biologin, Gartenberaterin und Autorin zahlreicher Gartenbücher.

Seit über 20 Jahren berät sie Gartenbesitzer, plant Gärten und veröffentlicht Fachartikel. Darüber hinaus hält sie Vorträge, Kurse und Seminare zu verschiedenen Gartenthemen.

Ihr eigener großer Garten dient ihr zum Experimentieren, z. B. für die seniorengerechte und rückenfreundliche Gartengestaltung mit Hochbeeten und ergonomischen Werkzeugen. 

Ihr Anliegen sind („Klein“)Gärten, die möglichst gut zu ihren Besitzern, ihren Träumen und Wünschen, Hobbys und Möglichkeiten passen. Als Biologin sind ihr naturnahe Gärten mit heimischen Pflanzen und Tieren ein Anliegen.

Zu diesem Workshop laden wir alle interessierten Gartenfreunde
am Samstag, den 29. April 2017
in den Räumlichkeiten unserer Festplatzparzelle recht herzlich ein.

Für die Anmeldung bitte den Teilnehmerschein ausfüllen und bis zum 8.04.2017 an die bekannte Vereinsanschrift – Post oder e-mail – senden oder in den Briefkasten am Vereinshaus (Garage) einwerfen.

Programmablauf

Veranstaltungstag:       Samstag, den 29. April 2017

Beginn:                            9°° Uhr

Ende:                            16:30 Uhr

Ort:                               Räumlichkeiten der Festplatzparzelle (Schwalben-Ecke-Asternweg)

Begrüßung

9:00 Uhr      Einführungsvortrag

9:30 Uhr      Bildervortrag: Erlebnisgärten für Generationen

Kaffeepause 10:15 Uhr

10:30 Uhr    Rückengerechte Gartenarbeit

Vergleich von mitgebrachten Geräten und Hilfsmitteln und Übungen für die rückenschonende Gartenarbeit mit einem Physiotherapeuten.

11:15 Uhr    Bildervortrag: Hochbeete – richtig bauen und füllen

Mittagessen 12:00 bis 13:00 Uhr

13:00 Uhr    Erläuterung der Workshop-Themen

                      Bildung von 4 Arbeitsgruppen

13:30 Uhr    Verteilung der Gruppen auf 4 Workshop-Themen

                        Wechsel der Gruppen (ca. 30 Min.)

Anschließend Diskussion (wie das Gelernte weiterführen?)

Es werden Getränke und Speisen kostenlos für unsere Mitglieder bereit gestellt!

Workshop-Themen:

1.Rückengerechte Gartenarbeit

Der Garten ist keine Last, wenn man sein ganzes Potential bei der Gestaltung ausschöpft. Die Gartenarbeit ist keine lästige Pflicht, wenn man sie als Chance für gesunde Bewegung an frischer Luft begreift. Dazu gehört aber, dass man die Arbeiten rückengerecht und gelenkschonend ausführt. Besonders zu Beginn der Saison, gibt es die meisten Probleme bei Alt und Jung.

Diskussion in der Arbeitsgruppe – Was kann der Verein tun?

  • Ergonomische Werkzeuge vorstellen
  • Rückenschule mit Physiotherapeut anbieten
  • Gymnastikgruppe gründen (mit Geräten, Matten…)
  • Hilfsmittel für Transporte bereitstellen
  • Materialien lagern (Erden, Zuschlagstoffe, Mulch, Kompost)
  • Gegenseitige Hilfe bei schweren Arbeiten anbieten

Im Workshop vergleichen wir mitgebrachte Geräte und Hilfsmittel und üben die rückengerechte Gartenarbeit mit einem Physiotherapeuten.

2.Pflegeleichte Gartengestaltung für Jung und Alt

Gartenarbeit muss überhaupt nicht mühsam sein, wenn bereits bei der Planung und der Gestaltung alles richtig gemacht wird. Die meisten mühsamen Arbeiten entstehen durch falsche Planung und Gestaltung des Gartens, nicht fachgerechte Ausführung beim Bau der Gartenelemente, schlechte Bodenvorbereitung und falsche Pflanzenwahl. Wichtigste Voraussetzung für die Zufriedenheit der Gartennutzer ist die Analyse ihrer Wünsche und Vorstellungen.

Diskussion  in der Arbeitsgruppe – Was kann der Verein tun?

– Beratung für Senioren und Garten-Neulinge (was wollen die Gartenbesitzer, was
   können sie, was geht nicht, was wollen sie ernten…)

  • Angebot von Gartenbüchern durch eine Vereins – Bibliothek
  • Beratung bei der Gestaltung von Beeten, Pflanzenwahl, Pflanzabständen etc.
  • Liste pflegeleichter Stauden auslegen
  • moderne und ökologische Anbaumethoden fördern (weg von der ordentlichen Reihenkultur!)
  • Naturnahe Gestaltungen zulassen und Fortbildungen anbieten- Möglichkeiten der Bodenpflege (Alternativen zum Hacken)

Im Workshop üben wir das Beratungsgespräch im Rollenspiel anhand von Bildern und Fragebögen.

3. Hochbeete richtig bauen und füllen

Mit Hochbeeten sind nicht nur die bekannten Holzkästen für den Nutzgarten gemeint. Es gibt viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Materialien für Hochbeete. Viele sind aber nicht ergonomisch und erleichtern die Arbeit nicht wirklich.

Diskussion  in der Arbeitsgruppe – Was kann der Verein tun?

  • – Beratungen und Fortbildungen zum Thema Hochbeete anbieten
  • – Hilfe beim Bau (Aufbau) und dem Füllen bieten
  • – Material zum Füllen bereitstellen

Im Workshop ermitteln wir ergonomische Maße und diskutieren die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Hochbeet-Varianten, sowie die richtigen Füllmethoden.

4. Angebote für junge Familien schaffen

Nicht selten ist es, das junge Familien nach der Übernahme eines Kleingartens feststellen, dass sie mit der Gartenarbeit aber auch mit der Erwartungshaltung des Vereins überfordert sind, oft kommt es auch zu Zeitproblemen. Wenn beide Elternteile arbeiten und die Kinder bis zum Nachmittag oder Abend in Betreuung sind, bleiben meist nur die Wochenenden für den Garten. Wenn es dann regnet oder andere Freizeitbeschäftigungen locken, bleibt nur wenig Zeit für den Garten. Hier will man sich dann aber lieber entspannen und nicht arbeiten.

Dieses führt nicht selten zu Konflikten mit den „älteren“ Gartennachbarn und Vereinsvorständen.

(Beseitigung von Wildwuchs/ Einforderung einer kleingärtnerischen Nutzung)

Der Verein wünscht sich oft auch, dass sich die „neuen“ Kleingärtner mehr ins Vereinsleben, durch Hilfe bei Veranstaltungen und Gemeinschaftsarbeiten, einbringen oder auch bereit sind Verantwortungen für den Verein in Vereinsfunktionen zu übernehmen.

Diskussion – in der Arbeitsgruppe- Welche Angebote könnte der Verein für die „neuen“ Kleingärtner machen?

  • – Beratung für Garten-Neulinge (was wollen die Gartenbesitzer, was können sie, was geht nicht (Gartenordnung), was will der Verein …)
  • – Hilfestellungen/Schulungen für die jungen Kleingärtner organisieren
  • – Ansprechpartner (außerhalb des Vorstands) bei Problemen organisieren
  • – Vereinssitzungen (Sprechstunde, Mitgliederversammlung) anders gestalten

Im Workshop diskutieren wir die Möglichkeiten, Hilfestellungen und Angebote für junge Leute und Familien in unserem Verein zu schaffen und einer Strategie um Konflikte bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V.

Kleingartenkolonie Grüne Aue e.V.